On the Road.. Southwest USA

Jeder von uns hatte sich eine Route ausgedacht, in mehreren gemütlichen und fröhlichen Abendsitzungen wurden die verschiedenen Ideen zusammengebracht. Flug, Start- und Zielort Phoenix, Dealer Buddy Stubbs sowie die Erlebnisreise nach Madrid aus dem Film "Born to be wild" waren die Vorgaben, die wir uns selber machten. Daraus entstanden ist dann schliesslich die nachstehende Route:

Ja, wir hatten uns dieses Mal einiges an Kilometern oder Meilen vorgenommen. Doch schlussendlich war es jeden der über 4‘800 Km oder fast 3‘100 Meilen wert!

Nachdem wir zu acht im Jahr 2012 mit der Harley durch Canyonlands getourt sind, wollten wir dies im Jahr 2013 zu viert wiederholen. Schliesslich haben wir die Reise zu dritt angetreten. Ausgangslage und Start war auch dieses Mal wieder Phoenix, oder genauer gesagt: Scottsdale. Im feudalen Hotel Hyatt Regency haben wir uns auch dieses Jahr erst einmal akklimatisiert und das Gepäck sowie die Geräte für die Reise vorbereitet. Die Harleys haben wir wiederum beim Harley-Dealer Buddy Stubbs gemietet und wurden auch diese Mal mit fast nigelnagelneuen Motorrädern ausgerüstet. Für die Herren gab es je eine E-Glide und für die Lady eine Road-King mit je 1000 bis 2000 Meilen auf dem Tacho. Da haben wir doch unterwegs Eagle Rider Gruppen angetroffen mit Fahrzeugen, die hätten wir niemals bestiegen...

Mitte September 2013 begann die Reise von Phoenix nach Tombstone bei herrlichem Sonnenschein und ungefähr 38 Grad. Zugegeben, die Temperatur war fast zu hoch um mit Lederjacke, Rokker Jeans, Helm und Stiefeln loszufahren. Trotzdem ging uns die Sicherheit vor und wir schwitzten zu diesem Zeitpunkt ein wenig. Es sollte dann auch noch anders kommen… Auf der Interstate mit ca. 70 Mi/h kam uns dann der Fahrtwind entgegen. Die ersten 311 km konnten wir mehr oder weniger auf der Schnellstrasse hinter uns bringen und dabei die unendlichen Weiten von Arizona bestaunen. Tombstone, ein Ort wie viele andere dachten wir beim Einfahren. Doch ein kurzer Blick nach rechts verriet uns, hier erwartet uns ein besonderes Erlebnis. Wir fühlten uns zurückversetzt in die Western-Zeit. Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns ans Auspacken der Satteltaschen und dann nichts wie los um ja nicht all zu viel zu verpassen. Noch in der Schweiz hatten wir die Information erhalten, dass in Tombstone die Lokale um 20 Uhr abends schliessen. Kann doch nicht sein, oder? Ein kurzes Nachfragen in Kate's Big Nose Saloon bestätigte jedoch unsere Befürchtung tatsächlich!

Mit einem ausgiebigen Frühstück stärkten wir uns für die bevorstehenden 405 km. Wir haben alle Witterungsverhältnisse eingeplant, doch wer dachte schon daran, Tausende von zermalmten Heuschrecken die wie ein gelboranger Teppich unter uns lagen, anzutreffen? Geschweige denn in einer verlassenen Geistergegend von eben diesen Tierchen hüfthoch angesprungen zu werden? Das war äusserst unheimlich und auch eklig! Und wenn dann beim nächsten Tankstopp eine gegrillte Heuschrecke aus dem Kühler hervorguckt... Kaum das eine hinter sich gelassen, erwartete uns auf dieser Strecke gleich die nächste Überraschung: ein Schwarm zitronengelber Schmetterlinge, welcher jeder einzelne auf unseren Lederjacken zu gelbem Puder zerstob. Dafür wurden wir mit dem einmaligen Blick über die unendlichen Weiten entschädigt. Waren wir im Vorjahr schon über die unendlichen Weiten Arizonas begeistert, so wurden wir in Richtung New Mexico in richtiges Staunen versetzt. Diese Aussicht dürfte kaum zu überbieten sein.

Die Nacht verbrachten wir dann in Las Cruces, NM, unweit der mexikanischen Grenze im Süden New Mexicos.Santa Fé, die Hauptstadt des US-Bundesstaates New Mexico liegt auf ca. 2000 m Höhe. Wir hatten Glück, wir sind knapp trocken angekommen und kaum hatten wir unsere Harleys parkiert hat es wie aus Kübeln geschüttet. Deshalb war wohl der Kamin im Zimmer bei unserer Ankunft bereits angezündet... Doch nicht lange und wir konnten aus einer Bar im ersten Stock das Geschehen und den Sonnenuntergang bei herrlich klarem Licht beobachten.

Am nächsten Tag war es soweit: Born to be wild... Früher war Madrid eine unbewohnte sogenannte "Ghost town", heute leben im kleinen Dörfchen ungefähr 150 Einwohner, meist Künstler. Die originale Routenführung der Route 66 von Santa Fé nach Albuquerque verläuft zwar etwas anders, aber der landschaftlich reizvolle Turquoise Trail und der Originalschauplatz von "Maggie‘s Diner" in Madrid lockt immer mehr Touristen auf diese Nebenroute. Und wir können bestätigen: schon die Zufahrt war ein besonderes Erlebnis! Im Navajo-Gebiet liegend, übernachteten wir im historischen Hotel El Rancho, in Gallup, wo schon viele berühmte Persönlichkeiten und Stars gastierten. Die Zimmer wurden nach den Gästen benannt wie z.B. Ronald Reagan, John Wayne, Kirk Douglas, Gregory Peck u.v.m. Ein sehr schönes Hotel, aber Achtung, der Strom ist eine Katastrophe, viel zu schwach um all unsere Geräte aufladen zu können, da half auch keine Steckleiste...  Dafür hatte unsere Kirk Douglas Suite eine zusätzliche Küche, Wintergarten und einen Pool!

Unterwegs von Gallup nach Seligman besuchten wir natürlich das Örtchen Winslow, AZ. Bekannt geworden auch durch den Song "Take it easy" der Country-Rock Gruppe The Eagles: "...standing on a corner in Winslow, Arzona, such a fine sight to see, it‘s a girl my lord in a flatbed Ford slowing down to take a look at me..." Seligman kannten wir bereits aus dem Vorjahr. Äusserst touristisch, kitschig aufgepeppt und herrlich amerikanisch! Die Übernachtung musste natürlich wieder bei Reinhard in der Canyon Lodge in der Las Vegas Honeymoon Suite bzw. in Marilyn Monroe Suite sein. Schliesslich stieg im selben Jahr die bekannte US-Schauspielerin Hilary Swank ebenfalls dort ab, wie Reinhard uns ganz stolz erzählte. Ein zweifacher Besuch bei Lilo‘s durfte ebenfalls nicht fehlen!

Weiter ging‘s am nächsten Tag nach Boulder City. Auf dem Weg dorthin waren zwei Stopps einfach Pflicht. Beide kannten wir ebenfalls bereits aus dem Vorjahr, wollten wir aber unbedingt ein zweites Mal besuchen und die Atmosphäre einatmen: Hackberry und Kingman. Boulder City: Die Stadt liegt in Nevada, an der Grenze zu Arizona sowie in der Nähe von Las Vegas und des Lake-Mead-Erholungsgebietes. Dank dem Bau des Hoover-Staudamms besitzt Boulder City einen eigenen Flughafen. Ausserdem kosteten wir hier die besten Hamburger unserer ganzen Reise... Auf geht es am nächsten Tag dem Lake-Mead entlang in Richtung Springdale, UT... Was darf auf solch einer Tour sicher nicht fehlen...?

Auch die nächste Ortschaft Springdale, UT kannten wir aus dem Vorjahr. Damals frühstückten wir im Swichback und bestaunten die Landschaft und das tolle Hotel. Dieses Mal wollten wir es wissen und stiegen im Best Western in Springdale ab. Nicht ganz günstig, aber die phänomenale Aussicht aus dem Zimmer und das hervorragende Essen waren es mehr als wert. Die Kleinstadt, die direkt am Eingang des Zion National Park liegt ist einfach zauberhaft und umgeben von rotem Felsgestein.
Am nächsten Morgen brachen wir nicht allzu früh auf um den Zion National Park zu durchqueren. Obwohl auf dieser Reise immer wieder anzutreffen, faszinierten uns die Felsen und die leuchtenden Farben immer wieder aufs Neue. Die Vegetation ist sehr speziell. Es hat hier Laubbäume und dazwischen wachsen ganz natürlich Kakteen. Die Fahrt führt vorbei an leuchtend roten aber auch blassgelben Felsen, durch mehrere Sandsteintunnels und zum Schluss über eine ca. 5,5 km lange Serpentinenartige Strecke bis zum Ausgang des Parks von wo wir in Richtung Kanab fuhren um dort zu tanken und uns zu verpflegen.

Unser Ziel war an diesem Tag Page, AZ. Anhand der Anzahl Km oder Mi an und für sich keine allzu grosse Strecke, die wir eigentlich gemütlich nehmen und zu einer frühen Stunde am Zielort ankommen wollten. Von Kanab fuhren wir eine ziemlich kurvige Strecke vorbei an abgebrannten Wäldern, deren Löschung im Frühjahr vielen Menschen das Leben gekostet haben. Wir fanden uns auf dem Hochplateau des Kaibab National Forest wieder und saugten den atemberaubenden Blick in die Weite in uns auf. Weit unten konnten wir die Strasse sehen, die das Land durchzog, deren Ende nicht abzusehen war und die wir befahren wollten.

Die beeindruckende Navajo Bridge, die über den Colorado führt, wollten wir als nächstes besichtigen und dort unseren nächsten Stopp einlegen. Dass wir die Bridge gleich dreimal überquert haben liegt weniger daran, dass wir dermassen beeindruckt davon waren, als dass kurz vor Page, unserem Zielort, die Strasse einfach gesperrt war ohne vorherige Ankündigung. Die Umwege auf zwei Seiten bedeuteten je 150 km gewundene Strassen und sicher drei Stunden Fahrt zusätzlich und da wir unser Ziel so nah vor Augen hatten, führte uns diese Tatsache in ein kurzfristiges emotionales Tief. Mit Schokolade im Magen und einem guten Tipp eines Strassenarbeiters konnten wir eine neu asphaltierte ehemalige Schotterstrasse von 60 km als "Abkürzung" nehmen – Gott sei Dank.

Müde und viel später als geplant kamen wir in Page, AZ an. Ausser dass wir die geplante Tour durch den Antelope Canyon nicht mehr machen konnten, haben wir in Page nicht viel verpasst, was es noch zu sehen gegeben hätte... Hinzu kam noch, dass wir versehentlich in unterschiedlichen Hotels gebucht hatten und unser Hotel mehr als zu wünschen übrig liess. Dafür war das Frühstück am morgen ausserhalb des Hotels wie immer üppig und äusserst schmackhaft...

Auf dem Weg von Page nach Durango begleitete uns teilweise starker Wind. Stopps legten wir unter anderem an der Red Mesa Trading Post sowie in Cortez bei Mr. Happy ein... Cortez liegt ca. 73 km östlich vor Durango in der Nähe des Mesa-Verde Nationalparks.

Nach 418 km und dem Besuch des Harley Dealers Durango fuhren wir am späteren Nachmittag in Durango ein. Schon von weitem konnten wir die nostalgische Dampflock sehen und hören. Schnell checkten wir im Hotel ein und erkundeten in der Abenddämmerung die Umgebung. Der Bahnhof und das dazu gehörende Museum befanden sich direkt vor unserem ‚General Palmer Hotel‘, unzählige Restaurants und Bars lagen in unmittelbarer Gehdistanz. Eigentlich wollten wir nur einen Apéro auf der Dachterrasse des "Balcony Bar and Grill" genehmigen. Doch dort spielte unter freiem Himmel eine amerikanische Band, es war herrliches Wetter und die Stimmung einfach toll und amerikanisch. So blieben wir kurzerhand sitzen bis zum Ende und verköstigten uns mit "gesunden und schon lange nicht mehr gesehenen Hamburgern und French Fries". Wir verbrachten einen lustigen, stimmungsvollen und unvergesslichen Abend, an den wir uns immer wieder gerne erinnern.

So feudal das Hotel war, so wenig gab es zum Frühstück... Lediglich ein paar Bisquits... Es war bitterkalt, so um 7 Grad morgens um 7 Uhr. Wir stärkten uns in einer nahen Bäckerei mit Süssigkeiten für die Weiterreise nach Moab, UT. Das konnten wir dringend gebrauchen. Kaum unterwegs wurden wir von immensem Seitenwind gepeinigt. Mehr als einmal war ich nahe daran anzuhalten und nicht mehr weiterzufahren. So etwas hatten wir noch nie erlebt! An dieser Tankstelle erholten wir uns, wärmten uns auf und hatten den Wind, wie von Jan prophezeit, im Rücken...

Auf dem Weg nach Moab kamen wir am Hole n‘the Rock Shop und Museum vorbei und legten einen kurzen Halt mit interessantem Rundgang ein...
Langsam näherten wir uns Moab. Nachdem wir Moab schon fast durchquert hatten, mussten wir nach rechts abbiegen. Die genaue Adresse kannte das GPS nicht. Wir fuhren dem Colorado River entlang und waren der Meinung, das Hotel müsste dann mal langsam in Sichtweite kommen. Wir fragten uns schon langsam, ob wir hier richtig sein konnten. Nichts als Wasser das sich zwischen den engen Felsen hindurchschlängelte mit einer Strasse dem River entlang. Endlich, nach ca. 20 Km eröffnete sich uns eine Abzweigung mit Schotterstrasse und etwas das uns an die Ranch aus der aus den 80‘er Jahren stammenden Ranch aus Dallas erinnerte. Wir betraten den Eingang des Hotels und glaubten den Augen kaum zu trauen. Atemberaubende Aussicht und schon fast unheimliche Ruhe erfasste uns... Ein Traum!

Die letzten Sonnenstrahlen begleiteten unsere Ankunft im Red Cliffs Lodge in Moab, zum Glück nutzten wir diese Momente um die ersten Fotos zu schiessen, bevor sich eine dicke Wolkendecke vor die Sonne schob. Regen schien sich anzukündigen...
Hier in der Umgebung wurden viele Werbespots und berühmte Filme wie z.B. Back to the future III oder McGyver gedreht. Das spiegelt sich alles im Museum des Hotels wieder. Trotz des bewölkten Wetters beschlossen Kurt und Gaby die Umgebung der Schlucht mit der Harley zu erkunden und dem Colorado River ein Stück zu folgen. Das Wetter hielt denn auch und der Regen kam erst in der Nacht.

Die ganze Nacht hatte es wie aus Kübeln gegossen und wir befürchteten bereits im Regen weiterfahren zu müssen. Doch kurz vor Tagesanbruch hörte es auf zu regnen und als wir ca. um 7 Uhr zum Frühstück gingen, war der Himmel schon fast wolkenlos. Es war jedoch kalt. Wir entschieden uns, die zusätzlichen Kilometer auf uns zu nehmen und den Dead Horse Point aufzusuchen. Es war bitterkalt auf der Fahrt dorthin, doch nach der phänomenalen Aussicht waren wir alle der Meinung, dass sich das Frieren mehr als gelohnt hatte.

Auch auf der Weiterfahrt in Richtung Mexican Hat, wo wir die nächste Übernachtung gebucht hatten, bot uns die Landschaft atemberaubende Eindrücke...
Eigentlich stand Monument Valley nicht zwingend auf unserem Plan in diesem Jahr. Doch wer weiss schon, wann wir wieder so nah sein würden? Es wären ja lediglich zusätzlich 50 km hin und zurück... Wäre es nicht schade, einfach daran vorbei zu fahren und nicht nochmal in diese einmalige Kulisse einzutauchen? Kurzerhand entschieden wir alle: doch das machen wir. Nach dem Einrichten im Hotel Hat Rock Inn ging‘s dann los. Die Sonne lachte zwar vom stahlblauen Himmel, doch es ging ein eisiger Wind. Später haben wir von einer dort lebenden Schweizerin erfahren, dass wir Glück mit dem Wetter hätten, die beiden Wochen vor unserer Ankunft habe es Dauerregen gegeben.

Nach der Volkszählung im Jahr 2010 lebten in Mexican Hat 31 Menschen in 17 Haushalten. Die Bevölkerungsdichte betrug 1,5 Einwohner pro Quadratkilometer. In den 17 Haushalten lebten statistisch je 1,82 Personen. Ethnisch betrachtet setzte sich die Bevölkerung zusammen aus 90,3 Prozent (28 Personen) Weißen und 9,7 Prozent (drei Personen) amerikanischen Ureinwohnern. Ein Cowboy am Schwebegrill im Restaurant ‚The Swingin Steak‘, der Rauch zieht über unsere Köpfe hinweg, Country-Songs aus der Jukebox und ein köstliches Steak, was gibt es wohl Amerikanischeres? Wir genossen den urgemütlichen Abend unter freiem Himmel in vollen Zügen.

Bevor dann alle Touristen die Mile 13 anpeilten und der Verkehr für Fotos allzu gross wurde, wollten wir die Mile 13 bereits im Kasten haben. Deshalb ging es dann auch früh schon weiter. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Restaurant des Hotels San Juan Inn, brachen wir auf.

Flagstaff
Schon am Rande der Stadt hatte es viel und dichten Verkehr. Nach der langen Zeit fast alleine unterwegs auf breiten Strassen, nur wir drei und die Natur rund um uns herum, war der viele Verkehr mit mehreren Spuren und Wegweisern in alle Richtungen fast ein kleiner Schock. Vorbei war die Ruhe und Einsamkeit, das Gefühl der totalen Freiheit. Aber es war auch wieder mehr los und die Vorfreude auf die Entdeckung der grösseren Stadt stieg. Doch erst checkten wir im Drury Inn Hotel ein und knabberten dabei Popcorn, die nonstop produziert wurden und zur freien Verfügung standen. Flagstaff liegt auf 2100 m Höhe, die auch als Tor zum Grand Canyon bezeichnet wird und bekannt ist als Wintersportort. Leider gab es das riesige Cowboystiefel-Geschäft aus dem Vorjahr nicht mehr.

Sedona
Ursprünglich wollten wir von Flagstaff über Jerome nach Prescott. Wir entschieden uns dann aber spontan um. Wir alle hatten schon viel von Sedona gehört, waren aber noch nie dort. Ausserdem zeigte unser GPS einen Harley Dealer an. Da wir für den Weg nach Prescott eine ‚Minitour‘ von 156 km vor uns hatten, blieb genug Zeit um gemütlich Kaffee zu trinken und im Harley Shop zu stöbern. Sedona liegt 1500 m Höhe und die Wärme machte uns etwas zu schaffen. Die Suche nach dem Harley Dealer, der sich dann lediglich als Harley Shop entpuppte, strapazierte dann nochmals kurz unsere Nerven und die Geduld.

Im gemütlichen und kuschligen Hotel Vendome in Prescott wurden wir begrüsst mit „Hi Sweeties“. Hier soll angeblich ein weiblicher Geist wohnen und auf der Suche nach der früheren Liebe umhergehen... In Gehdistanz befinden sich die Geschäfte, Restaurants und Bars. Im Saloon des Palace nahmen wir unser letztes Abendessen dieser Tour ein und verbrachten einen sehr lustigen Abend in ‚unserer‘ Bar im ersten Stock. Der Schnaps war übrigens der Knüller  Der Abschied nahte. Von Prescott fuhren wir nach Phoenix und brachten unsere Bikes wohlbehalten und ohne Kratzer zurück. Die Reise hatte uns riesigen Spass gemacht, wir konnten enorm viele neue Eindrücke gewinnen, schönes bekanntes aus dem Vorjahr in unseren Erinnerungen auffrischen und sind ohne Zwischenfälle wieder glücklich am Ausgangsort gelandet. Darauf mussten wir anstossen, denn schliesslich ging es ja dann mit dem Taxi zurück ins Hyatt.

Wir genossen den Abend nochmal bevor wir dieses Mal bereits am nächsten Tag in Richtung Heimat flogen.

Aber: wir kommen im 2015 wieder!

Autor:  Gaby Bucher
Bilder:  Gaby und Kurt Bucher, Jan Sch.