24. Mai 2017 Gardasee Tour

24. Mai 2017 Gardasee Tour

 

Von langer Hand geplant, die Route zusammengestellt, durchorganisiert bis ins Detail und die Strecke rekognostiziert, das sind Attribute die man Ritschi und Jeanine zuordnen kann und die typisch für sie sind. Wir freuten uns alle riesig auf die Gardasee Tour! So um die zwei Wochen bevor es dann losging zeigten die Wetterprognosen an, dass uns sonniges Wetter erwarten würde. Wir waren alle mehr als erleichtert darüber, war uns doch die letzte Pfingstausfahrt im Regen und die generell verregnete Saison des letzten Jahres noch so was von präsent. Sirmione, Italien, Sonnenschein und Gardasee, da stellte sich so richtig das Ferienfeeling ein.

Angemeldet waren sage und schreibe 23 Personen mit total 17 Motorräder. Eine beeindruckende Anzahl, lediglich 3 Member unseres Chapters konnten nicht teilnehmen. Mit von der Partie waren dafür 4 Gäste.

Gemäss Programm war der Start am Mittwoch um 15 Uhr in Altdorf beim Tell-Denkmal. Da einige von uns an diesem Tag noch arbeiten mussten, bildeten sich schliesslich Gruppen die individuell nach Sedrun anreisten, wo wir auch im feinen kleinen Hotel Cruna übernachteten. Beim gemeinsamen Nachtessen trafen dann alle erstmals aufeinander, was dann die Gelegenheit für ein Briefing des RC’s und Präsi’s Ritschi war. Es stand uns für den nächsten Tag eine anstrengende und auch nicht ganz easy Tour bevor, mussten wir uns doch ein Stück auf den italienischen Autobahnen bewegen, die auch mit dem Auto nicht ganz ohne ist. Blinker sind da ein Fremdwort genau so wie Strassenregeln, ein Motorrad ist sowieso schmal genug um sich daneben zu quetschen.

Diszipliniert, wie wir nun mal sind, standen unsere HD’s bereits vor 7 Uhr beladen und praktisch abfahrbereit vor der Tür. Am umfangreichen Frühstücksbuffet erfolgte die Stärkung für den Tag. Jeder wurde im Konvoi eingeteilt und los ging es über den Lukmanierpass. Die ungefähr 7 km Stau vor dem Grenzübergang liessen uns in der Sonne ganz schön schmoren, dafür wurden wir später in Italien mit kurvigen Strässchen entschädigt. Zugegeben, die Strassenqualität liess meist zu wünschen übrig. Nach 169 km fanden wir uns zum Mittagessen in Montorfano in der Trattoria Alfredo ein. Wir waren alle ziemlich hungrig und Alfredo setzte alles daran, dass auch jeder genug (oder zuviel) zu essen hatte. Neben dem Bestellten gab es pro Tisch einen grossen Nachschlag, der so köstlich war dass er kaum ausgeschlagen werden konnte. Erster Eindruck von Italien: Enorm viel Verkehr auf schlechten Strassen auf denen alles praktiziert wird was nicht erlaubt ist und jede Menge zu Essen.

Nach 420 km kamen wir ziemlich verschwitzt aber auch happy und insbesondere alle wohlbehalten im Boutique Hotel Aqva in Sirmione an, das uns für drei Nächte beherbergen sollte und das wir fast für uns alleine hatten. Wunderschön am Gardasee gelegen, mit Pool und Seezugang, Lounge, Terrasse, Liegestühle, alles was das Herz begehrt. Nach dem rassigen Einchecken, Frischmachen und Entspannen, spazierten wir am See entlang ins Städtchen Sirmione um im Ristorante il Girasole das Abendessen einzunehmen. Vorher sollte es aber noch ein Gruppenbild geben. Ein vermeintlich geglaubter Torwächter entpuppte sich als Polizist der uns nicht vor der wunderschönen Kulisse des Stadttors fotografieren konnte, durfte, wollte. Wie auch immer, so musste halt einmal mehr der Handy-Stick herhalten. Kein einfaches Unterfangen bei dieser „Herde“ alle mit auf’s Foto zu bekommen…

Der nächste Tag beinhaltete die 4-Seen-Tour: Lago di Garda, Lago di Ledro, Lago d’Idro und Lago Valvestino. Die Strecke führte uns auf eine der schönsten Strecken Europas. An Felswänden entlang gewundene Strassen mit wunderbarem Blick auf den in der Sonne glitzernden See und die nach Sommerferien anmutenden Örtchen. Herrliche Kurven schlängelten sich buchstäblich um und durch die Felsen, teilweise so eng, dass es Lichtsignale für die Regelung des Gegenverkehrs benötigte. Das war einfach WOW und zum Geniessen schön! Nach dem Mittagessen in Idro machten wir einen Fotostopp auf einer schwindelerregend hohen Brücke mit atemberaubendem Blick. Danach kamen dann so richtig viele Kurven, um Kurven, um Kurven, um Kurven, 457 an der Zahl… natürlich haben wir sie nicht zählen können, doch es waren hunderte und eine schöner als die andere. Die Fähren-Überfahrt auf dem See kühlte uns ein wenig ab und rundete den perfekten Tag ab. Zweiter Eindruck von Italien: da gibt es Strecken die an Anzahl wunderschönen Kurven, sensationellem Blick und an wunderschöner Kulisse kaum zu übertreffen sind.

Der Samstag war dann zur freien Verfügung und wurde ganz individuell genutzt. Die einen fuhren mit dem Taxi nach Verona, andere unternahmen Spaziergänge, besichtigten weitere Örtchen am Gardasee, tankten Sonne am Pool, planschten im See und liessen die Seele baumeln – a culture, shopping and relaxing day.

Die Rückreise war wetterabhängig und nicht im Voraus geplant. Ähnlich der Anfahrt, gab es auch hier einige, die den direkten Weg nach Hause einschlagen mussten, sei es aus familiären oder geschäftlichen Gründen. Die restlichen Gruppenmitglieder nutzten die Heimfahrt für eine weitere Ausfahrt über die Pässe Croce Domini, Aprica,Bernina, Julier und Hirzel nach Sihlbrugg.

Nach insgesamt 1100 km kamen alle glücklich, zufrieden und unfallfrei zu Hause an. Ein mehr als gelungener Ausflug unter Freunden, in Begleitung unserer heissen Harley’s und in schönstem Ambiente.

Eine solche Tour zu planen erfordert eine Menge Zeit und Energie. An dieser Stelle sei Jeanine und Ritschi ganz herzlich für den immensen Aufwand gedankt. Es gehört eine Menge Herzblut, Verantwortung und nicht zuletzt auch Feinarbeit dazu, um solch eine Organisation auf die Beine zu stellen, die nicht nur Start und Ziel, Zeit und Strecke, sondern auch Zwischenhalte, Übernachtungen und Verpflegungen beinhalten. Wir können uns jeweils zurücklehnen, mitfahren, geniessen und Vertrauen haben. Dafür danken wir Euch ganz herzlich! Ihr macht das wirklich immer super!

Autor: Gaby
Bilder: e chli alli

 

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