La Grande Route des Alpes und Route Napoleon

Route des Grandes Alpes

Tag1

Etappe 1
Knappe 5 Grad in Wilderswil und trocken. Anfangs kamen wir zügig voran und ab Spiez war es sogar sonnig.
Aber im Saanenland waren so viele Kühe unterwegs, dass es sehr schleppend im Konvoi hinter vielen Autos herging. Auch wird auf der Strecke nach Saanen kräftig an der Strassenverbreiterung gebaut, sodass Zwischenstops vor Ampeln uns weiterhin aufhielten zu Fahren.
In Saanen gönnten wir uns eine Pause im Hotel Steigenberger. Doch zu unserer Überaschung war das Restaurant geschlossen und wir mussten an der Bar vorlieb nehmen um Cafe und Gipfeli zu erhalten.

Etappe 2
Über den Col des Mosse war es noch angenehm zufahren aber es ist kaum zu glauben. Es hagelt auch hier nur so von Baustellen. Bis runter nach Aigle sind wir schon bei 10 angelangt.

Nach kurzer Pause geht die Reise weiter nach Pas de Morgines.

Etappe 3
Nun geht es rauf zum Pas de Morgines. Eine sehr gut ausgebaute Strasse und alles herrlich an der warmen Sonne zu fahren. Viele kleine Skiorte säumen den Weg und schon erreicht man noch auf Schweizer Seite den Pas de Morgins. Eine wunderbare Aussicht in die Alpen

Die Strasse runter nach Chatel ist in deutlich schlechterem Zustand als auf Schweizer Seite.
Weiter geht es nach Abondance.
Man merkt kaum, dass es nun wieder ansteigt und die vielen Kurven lassen einen kaum Zeit um das gesehene richtig zu verarbeiten. Nach Bonnevaux steigt es doch noch etwas mehr an und es hat auch diverse Haarnadelkurven. Wir kommen in den Skiort Col du Corbier.  Ausgestorben wie alle anderen Skiorte und die Passtafel befindet sich schön auf der Seite bei einem Parkplatz.

 

Die Fahrt runter nach Le Birot ist gespickt mit vielen kleinen Kurvenkombinationen und bei dem Wetter und trockener Strasse macht das fahren doppelten Spass. Kurz vor Morzine sehen wir dann endlich die erste Tafel der Grand Route des Alpes am Strassenrand und sofort wird ein Foto mit uns geschossen. Obwohl ich schon in Morzine war, erkenn ich den ort kaum mehr. Da wurde in den letzten 8 Jahren so viel gebaut, dass ich nicht sagen konnte, wo die ersten France Harley Days hier in Morzine statt gefunden hatten.

Etappe 4
Von Morzine aus, nach einer kleinen Tankpause geht es weiter nach Les Gets. Ein schönes kleines schönes Skidorf . Mitten im Dorf, in Stein gemeisselt, sehe ich die Passhöhe im Kreisel stehen .

 

Die Weiterfahrt runter nach Tangines entpuppt sich als schön und gut ausgebaut.
Wieder geht es eine kleine Anhöhe hoch nach Chatillon-Sur-Cluses.
Jedoch diese ganze Strecke bis Cluses ist nicht gerade sehr schön und es hat viel Verkehr.
Die Stadt Cluses, gross aber nicht gerade einladend, lassen wir schnell hinter uns und fahren die 16 Kilometer hoch zum Col de la Corbière . Viele der Pässe sind speziell für Velofahrer mit Bordsteinen signalisiert und auch wir können uns an den Kilometerangaben optimal orientieren. Auf der Passhöhe erwarten uns 1000 Schafe.

Natürlich ist das übertrieben, aber diese riesen Schafherde und zusätzlich vielen Bergziegen wurden von einem Hund gekonnt über die Passtrasse geführt und die steile Anhöhe empor geleitet.

Etappe 5
Kurze Pause auf dem Col de la Corbière im Restaurant auf der Terasse, wo wir noch 2 Zürcher antreffen mit ihren Touring BMW’s, die auf dem Heimweg sind
Atemberaubende Aussicht rings herum und die vielen Schafe und Ziegen steigen, vielmehr klettern den steilen Hang hinauf.

Die Talfahrt Richtung Le Grand Bornand ist super. Stahlblauer Himmel, alle Berge zum anfassen nahe und die Strasse in gutem Zustand. Was will man mehr.

Le Grand Bornand lebt auch nur vom Tourissmus. Es hat leider nicht viel geöffnet in der Zwischensaison. Wir treffen Doris und Bolli im Hotel Le Delta, die auf ihrer Rückreise von ihren Spanienferien sind. Da wirklich fast alles geschlossen hat hier in le Grand Bornand, war es schwierig ein Restaurant zu finden, dass uns annehmliche Speisen servieren konnte. Sogar die Bar, in der wir das Apero genommen hatten, war anschliessend geschlossen.

Tag2

Etappe 6
früh morgens geht es los Richtung La Clusaz, nachdem wir uns von Doris und Bolli verabschiedet hatten.

Aber auch hier alles wie ausgestorben. Kurvig geht es hoch zum Col des Aravis. Die Sonne spielt uns ab und zu einen Streich und blendet uns extrem, sodass man wie blind in die nächste Kurvenkombination fuhr. Der Pass ist kurz bevor man die Anhöhe erreicht gespickt mit einigen Haarnadelkurven und lädt zum Fotografieren ein.
Kurvig geht es wieder runter und auch auf dieser Seite des Passes hat es kaum Leben in den Dörfern
In Flumet verzweigt die Strasse und wir wählen diejenige zum Col des Saisies.
Mehre Strassen führen hoch , aber auch mehrere wieder runter.
Mein Garmin nimmt zwar die kürzere, aber die hat es in sich was Haarnadelkurven, Rollsplitt und Wasser auf der Strasse anbelangt. So verloren wir mehr Zeit als gewollt. In Villard-Sur-Doron konnten wir uns nur wenige Minuten erholen auf den langen Geraden bis nach Beaufort, bevor es im Sonnenhang hoch zum Col de Meraillet ging.
Kurze Pause im Restaurant gleich bei der Passhöhe ist empfehlenswert. Die beiden älteren Damen bewirten einem mit Herzblut. Jedoch das Wetter schlägt langsam um. Wolken ziehen auf und es wird kälter.

Weiter entlang dem Lac le Roseland der ein Stausee ist, was man erst auf der anderen Seite sehen kann, wenn man hoch zum Cormet de Roselend fährt.

Auch hier ist beim Hochfahren Panorama vom feinsten geboten, was zum Fotografieren einlädt.
Mehrere Haarnadelkurvenkombinationen fahren wir beim Runterfahren und wieder verlieren wir mehr Zeit als gewollt. In Bourg-Saint- Maurice hätten wir eine Pause geplant, aber anstelle der geplanten 90 Minuten für diese Etappe, brauchten wir 150 Minuten für die ganze Strecke.

Etappe 7
Von Bourg Saine Maurice gings zum Glück etwas ruhiger weiter und so genossen wir die zwar kurvige Strecke, jedoch alle langezogen und weit vorausschaubar. Vorbei am Lac du Chevril nach Val-D‘ Isere. Aber auch hier war vieles geschlossen und nach einem kurzen Tankstop, gings schon weiter Richtung Col de l’Iseran.

Sogar eine Gruppe Österreicher auf Tourningmaschinen und Rollern überholten wir beim Aufstieg. Waren wir aber selber gemütlich unterwegs und haben die Aussicht runter nach Val-D’Isere mehrfach genossen um auch Fotos zu machen, sahen wir die Gruppe nicht mehr und liessen sie hinter uns. Wenige Kurven am Anfang und am Schluss einige Haarnadelkurven führten uns auf 2770 m. Nach dem obligatorischen Foto der Passtafel gings gleich weiter.

Etappe 8
Die Strecke führte uns durch den Parc National de la Vanoise runtern nach Bessans. Dann eine ganz kleine Anhöhe rauf auf ein Platteau, wo uns plötzlich und auch unerwartet eine Passtafel entgegen kam. Col de Madelaine stand da drauf, aber wie wir später festgestellt haben, gibt es 2 verschiedene Pässe mit dem gleichen Namen. Der unsrige war 1746 m hoch.

Weiter gings runter nach Lanslevillard, wo wir unbedingt eine Pause machen mussten bei der Kälte und bei beginnendem Nieselregen. Da die Zeit etwas knapp wurde und auch das Wetter zunehmend noch schlechter, beschlossen wir den etwas kürzeren aber nicht einfacheren Weg nach Briancon zu fahren.
Zuerst fuhren wir im dichten Nebel hoch zum Col du Mont Cernis. Leider war das Wetter mittlerweileso schlecht, dass wir kaum auf den Lac du Mont-Cernis sahen. Viele Haarnadelkurvenkombinationen und eine teilweise rutschige Strasse führten uns teils im Regen runter nach Giaglione in Italien.

Etappe 9
Ja Unwege führen manchmal ab von der Original Route, aber wir waren froh, den auf dem Stück Autobahn danach Richtung Oulx wo es auf die SS24 ging hatte es viele Tunnels, was den mittlerweile eingesetzten Regen nicht auf unsere kleidung liess. Nun ging es im Eiltempo hoch auf den Col du Montgenevre. Eine halbe Autobahn, fast so wie am Gotthard, aber wir kamen gut voran. Mittlerweile goss es in Stömen und es wurde zudem noch kälter.
Die Fahrt runter nach Briancon entpuppte sich dann aber als schwieriger als Vorgesehen.

Viele Baustellen, sehr viel Verkehr und teils rutschige Fahrbahnen verhinderten ein schnelles vorankommen. So trafen wir dann erst gegen 18:00 Uhr in Briancon ein, wo wir zum Glück noch ein Zimmer im Hotel de la Chaussée bekamen. Ein Nachtleben gab es aber auch hier nicht gross, sodass wir das möglichst nächstgelegene Restaurant aufsuchten um uns zu stärken.

 

Tag3

Etappe 10
Die Fahrt raus aus Briancon entpuppte sich als extrem schwierig. War doch das Hotel eigentlich an der richtigen Strasse zum Col de l’Izoard, leider jedoch war es eine Einbahnstrasse. Da es zusätzlich noch viele Baustellen und Einbahnstrassen gab in diesem „Kaff“ , kam ich bald ins Verzweifeln. Mein Garmin wusste nicht mehr wohin und die Strasse die wir zwar sahen, war nicht so einfach zu erreichen. Knapp 30 Minuten verloren wir durch diese Aktion der Suche und schlussendlich fanden wir auf etwas komischen Wegen die richtige Strasse zu Pass. Wieder spielte uns die aufgehende Sonne einen Streich. Oft geblendet fuhren wir fast blind weiter.


Jedoch nach 10 Minuten Fahrt, kamen wir dann in den Schattenbereich des Passes und es wurde zunehmend kälter. In Les Claus, auch total ausgestorben, fanden wir eine kleine Bar um uns schnell aufzuwärmen. Obwohl wir wieder in der Sonne waren, viel die Temperatur merklich.

Etappe 11
Weiter ging es hoch zum Col de Vars .
Hier hätte zuoberst ein Restaurant, das sogar offen war und einladender ist, als das unten in Le Claux. Weiter ging es kurvenreich nach Saint-Paul-sur-Ubaye, wo sich die engen Kurvenpassagen etwas erholten und viele Kurven mit grösseren Radien vorzufinden waren und es ging zügig aus dem Tal Richtung Barcelonette. Da kam aber schon wieder eine Tafel auf der Stand, Col de la Cayolle wegen Bauarbeiten geschlossen
Kurz vor Barcelonette haben wir noch einen Tankstop eingelegt, da man ja nie weiss und zudem habe ich eine alternative Strecke gefunden.

Etappe 12
Schnell fanden wir eine Umfahrungsmöglichkeit der uns über den Col d' Allos führte. Die Strasse war teils so schmal, steil und so extrem kurvig, dass zügiges fahren kaum möglich war.


Zudem war die Fahrt entlang den Felswänden so atemberaubend, dass es besser war keinen Blick über die kleinen Steinmauern am Rand der Strasse zu werfen, denn es ging senkrecht runtern. Egal wie tief, jedoch sah man beim Hochfahren nie runzer ins Tal. Auf halbem Weg kam noch extremer Rollsitt dazu und jetzt war vorsichtiges fahren noch dazu angesagt. Einige Velofahrer empfingen uns mit Staunen auf dem fast endlos kurvigen Pass Col D'Allos

Runter ging es dann zügig, obwohl auch hier viele Kurvenkombinationen anzutreffen waren, war es doch alles in der Sonne und kein Rollsplitt auf der Strasse. Mittagspause machten wir im Restaurant Residence Central Park im total ausgestorbenen La Faux D' Allos
Gute Pasta, viel Sonne und gute Erholung. Wir wussten ja noch nicht was uns noch bevorstand.

Etappe 13
Nach der Stärkung ging es weiter nach Allos, wo erstmals etwas Leben im Dorf zu sehen war.

Weiter runter nach Colmars und kurz vor dem Dorfeingang ging es steil links hoch, eine sehr schmale Strasse, in dichtem Wald und viele Sträucher verhinderten eine optimale Sicht.
Zunächst war der Strassenzustand der D2 ja noch so einigermassen gut. Jedoch je höher wir kamen desto holpriger und schlimmer wurde es. Gesteinsbrocken mussten ständig umfahren werden und es gab immer öfter Bachläufe die durchfahren werden mussten. Die waren zwar trocken, aber man stelle sich vor, es regne hier, dann wäre jeweils ein Durchfahren ein Risiko. Immer enger, dreckiger und rissiger wurde die Strasse.
Der Höhepunkt kam dann aber etwa 2 Kilometer vor der Passhöhe des Col des Champs.
Schwarzer Schieferstein rechts an den Wänden und irgendwo durch diese Einöde führte ein wie auch immer man dem holprigen Etwas sagen kann , ein Pfad oder Steinweg Richtung Pass .
Es kamen uns sogar Töfffahrer entgegen. Wenn die wüssten, was die da noch erwartet.
Wir hingegen kamen um das schwarze Schiefereck gekrocken und plötzlich war es wieder eine Strasse mit Asphalt. Die letzten 300 Meter waren gute Strasse. Nach dem Stop bei der Passtafel, beschlossen wir einstimmig, diesen Pass werden wir nie wieder befahren.

Etappe 14
nach einer kleine Erholungspause mit wunderbarer Fernsicht auf alle Seiten, staunten wir auf dem Col des Champs über die zwei unterschiedlich sein könnenden Passeiten wie sie nicht sein könnten.
Die D2 eine nackte Katastrophe für Harleyfahrer und auf der anderen Seite die D78 eine breite gut ausgebaute Berg-Strasse.
Murmeltiere links und rechts der Strasse versüssten uns die schöne Talfahrt nach Saint Martin D' Entraunes unserem eigentlichen Etappenziel, wäre der Col de Cayolle nicht gesperrt gewesen.

Etappe 15
Weiter ging die Fahrt runter nach Guillaumes wo wir auf der D29 planten auf den Col de Valberg hochzufahren. Doch eine Baustellentafel kündigte längere Wartezeiten von bis zu 30 Minuten an.
Wir entschlossen uns die D28 hoch zum Col de Valberg zu nehmen. Eine super ausgebaute, kurvenreiche, schöne Passstrasse. Es lohnte sich den etwas weiteren Weg, dafür konnten wir zufahren.

Die Fahrt weiter nach Beuil war landschaftlich sehr schön, dass wir gar nicht bemerkten, dass wir den Col Ste-Anne verpassten, der scheinbar mitten auf einer Kreuzung in les Launes verborgen war.
Weiter runter nach Beuil, wo wir zunächst mal stoppten, weil die Weiterfahrt nicht ganz klar war.
Jetzt schon direkt nach Cannes, weil es doch schon 15:30 war, oder noch einen kleinen Pass einlegen und dann erst runter nach Cannes. Wir entschlossen uns für die Zweite Variante und fuhren weiter zum Col de la Couillole. Eine kurvenreiche aber gute Strasse erwartete uns bis zur Passhöhe.

Danach ging es in vielen unbeleuchteten Tunnels, vielen Haarnadelkurven und fast endlos scheinenden Kurvenkombinationen die schmale Strasse runter nach Saint-Sauveur-Sur-Tinée , wo wir in einer kleinen Bar Cola und Espresso für 2.50 Euro erhielten.
Die Zeit war schon fortgeschritten und so entschieden wir uns hier, die Tour des Grand Alpes zu verlassen und runter nach Cannes zu fahren.

 

Etappe 16
Die Fahrt aus dem Tal auf der D2205 entpuppte sich als wunderbare, gut ausgebaute Strasse die Richtung Nice und Cannes führte. Beim Wechsel auf die D6102 fuhren wir dem Fluss Le Var entlang durch imposante Schluchten und dazu auf einer halben Autobahn, denn es war plötzlich Doppelspurig. Ab nach Cannes auf der Autobahn A8, damit wir wieder etwas zeit gewinnen konnten. Aber weit gefehlt. Das Zahlen bei den Zahlstellen war nicht so einfach wie wir uns das gedacht hatten. Zudem war die erste Zahlstelle nur mit Münzen bezahlbar. Weil es nur 50 Cent gekostet hat. Aber natürlich hatten wir keine solchen kleinen Münzen dabei und somit bezahlten wir mit 1 Euro und 2 Euro Münzen und beim Versuch das Rückgeld ganz unten aus dem fach zu klauben, wäre mir fast meine Harley umgekippt, vorauf ich das Geld sein liess. Die fahrt auf der Autobahn von Nice und Cannes war eher etwas ernüchternd. Kaum ein Blick auf das Meer und extrem viel Verkehr, sodass es eine Frage der Zeit war, bis wir im ersten Stau hängenblieben. Für die Fahrt runtern zum Hotel Pruly, brauchten wir dann etwas Geduld und auch etwas Glück, damit wir von der richtigen Seite in die Einbahnstrasse kamen.

Bei einem Luxusautohändler konnten wir unsere Harleys in die Garage stellen, da es beim Hotel selber nichts passendes gab. Nach einer Dusche und Klamottenwechsel stürzten wir uns ins Nachleben von Cannes. Gediegenes Essen im Restaurant La Potinière in der 13 Square Mérimée wurde uns wärmstens vom Hotelier empfohlen und hielt alle Versprechen.

 

 

Cannes

Tag4
Etappe 17
Ein Tag in Cannes
Zuerst suchen wir vergebens den Abfahrtsort des kleinen Zuges, mit dem man in einer Stunde Cannes kennen lernen kann.
Also laufen wir zunächst zum grossen Hafen, um dort mit dem Schiff zur Insel Ile Saint Margerit zu gelangen. Da eine Regatta stattfindet am Samstag, ist heute Freitag sehr viel los im Hafen, denn alle wollten sich einschreiben um zu segeln, sodass der Marsch zur Kasse der Inselverbindung gar nicht so einfach ist.

Schone kurze Überfahrt auf die Insel und zu Fuss erkunden wir die Natur der Insel. Mal schnell die Füsse ins Meer halten um erstaunt zu sein, wie warm das Wasser hier ende September noch ist.


Nach etwas mehr als zwei Stunden, machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Cannes mit dem nächsten Schiff. Dort angekommen finden wir auch gleich die Abfahrtsstelle des Petit Train, der uns Cannes von seiner schönsten und interessantesten Seite zeigt.

Essen kann man hier in Cannes überall gut bis sehr gut und das in allen Preislagen.

Cannes wir haben dich gelaufen und erkundigt und du gefällst uns sehr für einen weiteren Besuch.
Zwischenzeitlich haben wir unsere weiteren Etappenziele für die Route Napoleon gesteckt

 

Route Napoleon

Tag5
Etappe 18
Die Route Napoleon ist leider nicht so gut beschildert, wie es die Grand Route des Alpes war. Von Cannes geht es auf direktem Weg nach Grasse wo die Route Napoleon eigentlich startet, denn dort findet man das erste Mal einen Wegweiser und der führt einem durch die Stadt des Parfumes mittendurch. Auf einer kurvenreichen Strasse, die bereits in Grasse beginnt steigt man langsam zum Col du Pilon hoch. Mehrfach geniesst man eine fantastische Aussicht über die Region bis hin zum Mittelmeer.

Die Suche nach einer Tankstelle hingegn entpuppt sich als sehr schwierig. Entweder sind sie gar nicht da, wo das Garmin eine anzeigt, sind geschlossen, oder aber Out of Service.
Die Weiterfahrt nach Saint-Vallier-de-Thiey geht alles geradeaus und fällt nur leicht ab. Jedoch kaum das Dorf verlassen, steigt die Strasse zum Pas de la Faye. Wohnwagen verhindern ein zügiges Fahren, da es kaum möglich war hier zu überholen.

Der schönere Teil des Passes ist jedoch die andere Seite, die weiter nach Séranon führt. Auch hier keine Tankstelle, geschweige den ein Restaurant oder eine Bar, die offen hätte.

 

Etappe 19
Beim Versuch in Saint-Louis in der Pizzeria anzuhalten ging natürlich schief. Es war nicht nur geschlossen, sondern das Restaurant war mehr eine von vielen Bauruinen, die wir an der gesammten bis jetzt gefahrenen Strecke gesehen haben. Immer noch keine Tankstelle, es wird langsam knapp.
Als nächstes ging es hoch zum Col des Luens der auf 1054 m war. Von La Batie ist man in 3 Kurven bereits auf dem Pass.
Die Strecke war gespickt mit Tannenbäumen verschiedenster Art und einigen grauen Felsmassiven.

Hier ist die Route Napoleon wirklich super ausgebaut.
Wer aber eine funktionierende Tankstelle sucht, wird auf die Probe gestellt.
Die Landschaft ist einfach genial und wir haben schon wieder einen Tag ohne Wolken.

In Castellane finden wir dann endlich eine Tankstelle bei einem Einkaufszentrum und die wurde von vielen anderen auch besucht, sodass es länger dauerte, bis wir endlich Benzin in den Tank füllen konnte. Der Col de Leques hat spezielle hellgraue Felsformationen und die Strecke ist perfekt. Weiter zum Col des Ormes auf nur mal gerade 734 m bietet aber viele langezogene Kurvenpassagen wo die 90 Ausserorts mal wirklich voll gefahren werden konnten.

Und runter ging es nach Digne-les-Bains. Auch hier war der Versuch beim Hotel Villa Gaia anzuhalten vergebens. Es war fast bis auf die Grundmauern abgerissen worden. So fuhren wir auf der Umfahrungsstrasse rund um die Stadt rum und fanden in einem Carrefour etwas ausserhalb ein Restaurant für eine Pause.

 

Etappe 20
weiter ginge die original Route Napoleon nach Chateau-Arnoux. Da diese Strecke jedoch laut Beschreibungen anderer eher langweilig und sehr verkehrsreich sei, änderte ich die Route um. Anstelle die N85 zu nehmen, verliessen wir gleich nach Dignes-les-Bains die Route Napoleon und fuhren auf der D17 hoch zum Col de Bonnet auf 886 m. Sehr kurvenreich durch viele Wälder und Wiesen und ab und zu gesplittet , bietet der kleine Pass einem aber alles ab. Nach Thoard führt die Strecke auf die D3 und steigt kontinuierlich an. Wiesen, Wälder wechseln sich ab und bald gelangt man an die Laubbaumgrenze, denn nur noch Tannenbäume waren zu sehen. Auch wird das Gelände immer felsiger und kurviger und die Strasse wird enger.

Zuerst kommt der Col de Hypsope der viele enge Kurven beim Hochfahren hat und zuletzt eine Traverse zwischen Felsen vom Feinsten bietet.

Und jetzt wohl zum Highligth des Tages. Der Col Fonbelle, wieder etwas weiter unten in wunderschönen Wäldern, wo jede Kurve sich lohnt zu fahren.
Auf der Anhöhe hat es einen Rastplatz der besonderen Art. Man kommt sich vor wie in einem Nationalpark in den USA.

 

Überall hat es Tische mitten im Wald zwischen Tannenbäumen und wir beschliessen hier anzuhalten und unsere gekauften Brote und Fleischwaren zu verzehren. Die Weiterfahrt ins Tal bietet einem jedoch Felsformationen in verschiedensten Formen und Farben. Tief schwarze Bergfurchen wie Lavagestein sah es aus, waren mehrfach zu bewundern. Zu guter letzt die Fernsicht runtern nach Sisteron war gigantisch.
Alles in allem war dieser Abstecher die ganzen Kurven wert. Kategorie sehr empfehlenswert!

 

Etappe 21
Nun zu einem Abstecher der sich zwar auch lohnt zu fahren, der aber keine Passfotos ergibt, weil es schlichtweg keine hatte. Auf der D951 hoch zum Col du Chateau gespickt mit vielen kleinen Kurven und auch einigen wenig belebten Ortschaften, lohnt sich nur für diejenigen, die einfach Aussichten geniessen, Kurven lieben und verschiedene Landschaftstypen innert kürzester Zeit geniessen möchten.
Zuoberst angekomnen fanden wir leider keinen Hinweis für einen Pass oder was auch immer der Col du Chateau ist. Waren wir vielleicht zu schnell unterwegs? Wohl kaum, aber wo nichts steht, kann auch kein Passchild gefunden werden.

Das Gleiche beim nächsten Pass der auf der D104 hochführt. Der Col du Haute Forest bietet einem zwar wieder alles ab , aber auch dort keine Passtafel zu finden. Also runtern nach Monetier-Allemont, wo wieder die original Route Napoleon auf der A51 weiterführen würde. Autobahn, jetzt schon. Nein danke. Also machen wir noch einen Abstecker, diesemal auf der anderen Seite des Tales hoch zum Col du Foureyssasse . Bevor wir aber da hochstechen, machen wir in La Salauce in der Boulangerie Clémont Paptiste eine kurze Trinkpause. Der Col du Foureyssasse gehört zu den Pässen
bei dem man Ausdauer mitbringen muss. Lang, endlose Kurvenkombinationen und haufenweise Rollsplitt in Kurven, wo man es sicher nicht erwartet. Die Fahrt geht runter zum Flughafen Gap-Tallard, wo wir wieder der N85 der Route Napoleon folgen bis nach Gap.

Etappe 22
Über den Col du Bayard der nach Gap kommt, es brauchte schon etwas Geduld durch diese mittlerweilen riesige Stadt durchzufahren, führt diese Strasse nun durch viele, wieder grünere Wiesen und Felder als zuvor.

Als Zugabe fahren wir daher noch den Col des Festreaux auf der D58, der aber auch keine Hinweistafel oder sonstiges bietet, um ein Foto zu machen.
Man hat eine geniale Aussicht runter zum Lac de Sautet.

 

Etappe 23
In Corps verlassen wir erneut die original Route Napoleon und fahren die D212 rauf zum Col de l‘Homme, der wieder ein Fall ist, wo es keine Passtafel hat. In Villelonge verzweigt die Strasse erneut und wir befahren weiterhin die D212 hoch zum Col du Parquetout. Nun schlussendlich muss ich selber sagen, dass war nun zuviel des Guten an einem einzigen Tag.
Kilometerlang erstreckt sich die fahrt hoch zum Pass um sogleich atemberaubend, steil wieder runter zu führen. Jedoch die Strasse war nicht in sehr gutem Zustand. Steil geht es weiter runter und man traut kaum runterzuschauen, da es keine Planken oder Steinmäuerchen am Strassenrand hat. Einfach nichts und man weiss, dort geht es einfach nur runter. Doch dann führt die Strecke fast endlos runter mit vielen Kurvenkombinationen und Haarnadrekurven, teils sogar in Ortschaften bei denen man in der ersten Kurve schon deren Name vergessen hat. Aber der Umweg mittlerweile auf der D26, ist leider mit zusätzlichen Umfahrungen gespickt, da in vielen Dörfern kräftig gebaut wird. Mal um einen Friedhof herum, dann um das Gemeindehaus, oder gar um ganze Wohnsiedlungen mit wunderschönen Gartenanlagen die alle ringsherum mit Mauern gespickt waren.
Das Dorf hiess La Mure. Wieder zurück auf der original Route Napoleon N85 geht es Richtung Grenoble.

Etappe 24
Nun müde und geblendet von der bald untergehenden Sonne, beschliessen wir, in einem Vorort von Grenoble zu übernachten.
Per Garmin ist schnell ein Best Western Hotel in Echirolles gefunden, einem Vorort in Grenoble und zudem führt uns die Strecke abseits vom vielem Verkehr direkt zum Hotel, ohne irgendwelchen Stau und ohne grosse Nervensache vor Ampeln oder Kreuzungen.

 

Einfach ein super Tag, viele Kilometer, viele Kurven und es war extrem spannend, bis wir eine Tankstelle gefunden hatten, die wirklich offen hatte.
Die Route Napoleon ist wirklich schön zu befahren, kann aber nicht verglichen werden mit der Grand Routes des Alpes. Beide haben es in sich und beide haben ihre Höhepunkte.

 

Fazit:
Wer es wärmer und gemütlicher liebt, sollte die Route Napoleon fahren.
Der welcher das Abendzeuer und Temperaturschwankungen von -2 bis 20 liebt und 10‘000 bis 15'000 Kurven, sollte die Grand Route des Alpes wenigstens einmal teilweise, oder wenn möglich ganz befahren. Wir werden den Schlussteil nach Menton irgendwann noch in Angriff nehmen.
Vielen herzlichen Dank meiner Frau Jeanine, die geduldig bei allen Pässen wartete, bis ich die Fotos geschossen hatte, oder sogar selber posierte oder mich knipste. Danke für die vielen Kurven und die tolle , spannende und abwechslungsreichen Tage zusammen.